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  • Mosel

  • Die Mosel ist ein 544 km langer Fluß, welcher in den französischen Vogesen stammend, bei Koblenz in den Rhein mündet. Weitere bekannte deutsche Städte, die die Mosel auf ihrem mäandernden Verlauf entlang des Moseltals passiert, sind u.a. Cochem, Zell (bei der berühmten Moselschleife) und Trier.

    Zwischen Pünderich und der Rheinmündung wird der Moselabschnitt als Untermosel oder oder Terrassenmosel bezeichnet. Hier liegen die unzähligen, steilen Weinberge, die für das Anbaugebiet so charakteristisch sind. Flussaufwärts, genauer in den Anbaugebieten der Mittelmosel liegen jedoch die Weinberge, welche die großen deutschen Weine hervorbringen.

    Vorwiegend auf Schieferböden wächst der Wein entlang der Mosel, in dem ca. 10.500 ha großen Anbaugebiet, wovon sich etwa 1.500 h außerhalb Deutschlands, genuer in Luxemburg und Frankreich befinden. Durch die steilen Hänge rechts und links des Flusses sowie durch dessen Fließrichtung von West nach Ost, lassen sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht verzeichnen. Diese führen dazu, dass die Reben sich langsam entwickeln und bis zur Lese einen hohen Säuregehlat behalten. Das Schieferterroir liefert die charakteristische Mineralität und fertig ist ein typischer Moselriesling.

    In etwa 40% der Rebflächen befinden sich an den zuvor genannten Steilhängen entlang der Mosel (mit bis zu 68% Gefälle), was die Bewirtschaftung der Weinberge aufwndig und somit teuer gestaltet. Viele Winzer haben daher, aufgrund von Nachfolgemangel in den letzten Jahrzehnten die Bewirtschaftung der Rebflächen aufgegeben bzw. an andere Winzer abgegeben. So kommt es, dass zwar die Anzahl der Winzer sinkt, deren durchschnittliche Betriebsgröße (mit 2,7 ha im Bundesvergleich verschwindend gering) jedoch zunimmt. Neben den ökonomischen Skaleneffekten, die das mit sich bringt, stehen die Winzer dieser aktuellen, neuen Generation auch für Qualität ein, was sich in der Beliebtheit der Moselweine niederschlägt, nachdem auch diese in den zurückliegenden Jahrzehnten gelitten hat.

    Seit den 2000er Jahren hat sich die Weinproduktion fast halbiert. So werden jährlich etwa 534.000 Hektoliter produziert, was in etwa 6-7 % der gesamtdeutschen Weinproduktion entspricht. Gut zwei Drittel verbleiben in Deutschland, ein Drittel geht in den Export. Auch die Mosel ist ein Anbaugebiet, in welchem vorwiegend weiße Reben angebaut werden (90,6 % der Rebfläche an der Mosel), insbesondere Riesling (61,5 %) und Müller-Thurgau (11,2%) sind hier zu nennen.


    Bildnachweis: Adobe Stock Nr. 171037080, Martin Zorn